Hivemapper setzte auf Fahrdienst-, Liefer- und Lkw-Fahrer mit Dashcams, um 1 Million einzigartige Kilometer an frischen Kartendaten zu sammeln.
Hivemapper, das Start-up, das Dashcams in Fahrdienst- und Lieferfahrzeuge einbaut, um die Welt zu kartieren, kommt seinem Ziel ein wenig näher, das B2B-Kartenimperium zu stürzen, das Google aufgebaut hat.
Mit nur 2 % der kartierten Straßen der Welt ist Hivemapper in diesem Kampf noch klar der Außenseiter. Doch Gabe Nelson, Leiter des operativen Geschäfts bei Hivemapper, glaubt, dass das Start-up einen Wendepunkt erreicht, der zu exponentiellem Wachstum führen wird.
Hivemapper teilte am Donnerstag mit, mehr als 1 Million Kilometer (rund 620.000 Meilen) einzigartiger Bilder auf Straßenebene gesammelt zu haben. Verglichen mit Googles 60 Millionen Kilometern ist das ein Klacks. Allerdings hat Hivemapper diese Daten in den vergangenen drei Monaten gesammelt. Google brauchte von 2007 bis 2019, um 16,1 Millionen Kilometer einzigartiger Straßendaten zu sammeln.
Nun will das Start-up bis Anfang nächsten Jahres 10 Millionen einzigartige Straßenkilometer kartieren.
Hivemapper setzt beim Sammeln seiner Street-View-Daten auf einzelne Mitwirkende weltweit, statt Millionen Dollar für eigene Kartierungsfahrzeuge auszugeben. Seine Dashcams sind mit einem hochwertigen Bildsensor und präzisem GPS ausgestattet und kosten 549 Dollar. Die Kartierung mit Dashcams bedeute, so das Unternehmen, dass seine Daten laufend aktualisiert werden, während viele Street-View-Bilder von Google, vor allem außerhalb der Städte, über ein Jahrzehnt alt sind.